Strahlende Gesichter beim dritten Regionalforum des Landes Baden-Württemberg aus Sicht des Handwerks: Für drei Projekte in der Region Nordschwarzwald und in der Technologieregion Karlsruhe mit Beteiligung der Handwerkskammer Karlsruhe erfolgte der Zuschlag. Von den rund 65 Millionen Euro, die beim Wettbewerb „RegioWin“ für die Umsetzung regionaler innovativer Projekte zur Verfügung stehen, fließen mehrere Millionen Euro in die Projekte “RegioHolz“, in das „Zentrum für Präzisionstechnik“ in die Region Nordschwarzwald und den „efeuCampus“ in Bruchsal.

Der Wettbewerb „Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit – RegioWIN“ ist eine Fördermaßnahme des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Die prämierten Leuchtturmprojekte müssen mindestens eine der beiden Prioritäten des Landes – Innovation und Energiewende – unterstützen.

Die Initiative RegioHOLZ soll als Weiterentwicklung des bestehenden Netzwerks Holz und Möbel die Branche von der Forstwirtschaft bis zur Möbelindustrie vernetzen und Holz als Werkstoff mit regionalen Wurzeln verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die in Ansätze hierfür sind vielfältig und reichen bis zu einem Musterhaus als multifunktionale Einheit mit Show-Room-Charakter.

Das Zentrum für Präzisionstechnik (ZPT) in Pforzheim ist als eine Anlaufstelle geplant, mit dem Fokus auf klein- und mittelständische Unternehmen konzipiert und bietet umfassende wissenschaftliche und technologische Unterstützung bei der Entwicklung von hochpräzisen Produkten und Verfahren. Parallel wird eine Weiterentwicklung der ebenfalls aus Mitteln der EU geförderten Cluster-Initiative „Hochform“ verfolgt. An dieser Maßnahme partizipieren sämtliche der knapp 400 netzwerkrelevanten Unternehmen in der gesamten Region Nordschwarzwald.

Der Projektname efeuCampus steht für “eco-friendly experimental urban logistics campus” (Campus für umweltfreundliche, experimentelle urbane Logistik). Das Leuchtturmprojekt sieht die Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungs-zentrums am Campus Bruchsal vor. Dort sollen ab 2016 zukunftsweisende Systeme der Ver- und Entsorgung entwickelt und erprobt werden. In einem europaweit einmaligen Referenzquartier sollen sich Güter aller Art dank neuartiger Fahrzeuge emissionsfrei, generationengerecht und fahrerlos von A nach B bewegen. Zur Lösung der technischen und organisatorischen Herausforderungen haben sich führende Akteure der Region zu einem Kompetenznetzwerk zusammengeschlossen. 14 Institutionen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft – darunter auch die Handwerkskammer Karlsruhe – haben gegenüber dem Land eine Absichtserklärung für den efeuCampus abgegeben.